Aktionen der Jugendgruppe 2026


Der nächste Termin der Jugendgruppe 2026:

Alle weiteren Termine finden sich auf www.vle-einhausen.de unter "Jugendgruppe". Interessierte Kinder können gerne einmal hereinschnuppern.


Juni 2026:

Böden, künstliche Regenwürmer und Wasserschlachten.

Bei Temperaturen von über 30 Grad zeigte sich die Sonne von ihrer wärmsten Seite. Während sich viele Menschen dann am liebsten in gekühlten Räumen oder im Wasser aufhalten, traf sich die "Kleiber-Bande", die Jugendgruppe des Vogelschutz- und -liebhabervereins Einhausen, zu ihrem monatlichen Programm. Dieses stand unter dem Motto "Boden". Passend dazu fanden die Aktionen im schattigen Wald statt. Mit nackten Füßen, Händen und Augen wurde zunächst herausgefunden, wie sich unterschiedliche Bodenbeläge anfühlen.

Auf die Frage, wer im Boden lebt, kam wie aus der Pistole geschossen: "Regenwürmer!" Ein Blick in den Himmel zeigte allen, dass es heute wohl nicht regnen und somit auch keine Regenwürmer auftauchen würden. Da musste ein Ersatz-Regenwurm her. Und so schlängelten sich die Kinder lachend kreuz und quer durch das Gelände - wie ein Regenwurm. Anschließend sollte jedes der elf Kinder in einem Becher alles sammeln, was es als "Boden" betrachtete. Die Becher wurden sehr unterschiedlich gefüllt. Von reinem Sand über Moos und Blätter bis hin zu Holzstückchen war alles dabei. Sogar ein Stein war dabei. Um zu demonstrieren, dass verschiedene Böden unterschiedlich viel Wasser aufnehmen und speichern können, füllte jedes Kind die gleiche Menge Wasser in seinen Becher. Nach einer Weile wurde die Flüssigkeit wieder abgegossen und die Menge gemessen.

Die Kinder bemerkten erstaunt, dass aus manchen Bechern die gleiche Menge herausfloss, die zuvor hineingegossen worden war, aus anderen aber weniger als die Hälfte. Die Lektion über das Wasserspeichern kam an. Zusätzlich hatte die Jugendleiterin Stefanie Seitz verschiedene andere Böden mitgebracht, die die Kinder anfassen und beschreiben sollten. Spätestens danach waren die schwitzigen Hände erdig und sandig. "Zum Glück habe ich für jeden von euch ein kleines Waschbecken dabei", meinte Seitz geheimnisvoll und teilte jedem Kind eine mit Wasser gefüllte Sprühflasche aus.

Das "Hände waschen" artete erwartungsgemäß schnell in eine Wasserschlacht aus, die mit einem fröhlichen "Alle auf die Steffi" endete. Als große Überraschung tauchte noch der Vorsitzende Alexander Hedderich mit einer randvollen Kühltasche voller Eis auf. So wurden alle nicht nur von außen, sondern auch von innen abgekühlt. Echter Naturnachwuchs lässt sich von heißen Temperaturen eben nicht vom Entdecken abhalten.

Bericht: Stefanie Seitz,
Bilder:


Mai 2026:

Jugendgruppe hat in ihrem Schutzgebiet Nistkästen kontrolliert.

Einhausen. Am vergangenen Wochenende fand deutschlandweit wieder die Stunde der Gartenvögel statt. Bürgerinnen und Bürger wurden dazu aufgerufen, sich eine Stunde Zeit zu nehmen und Vogelarten die sich im Garten, Balkon und Terrasse aufhalten, zu zählen und dies an die Veranstalter zu melden, um so eine aktuelle Statistik erstellen zu können.

Der Nachwuchs des lokalen Vogelschutz- und -liebhabervereins ging bei seiner jüngsten Aktion ähnlich vor. In ihrem eigenen Schutzgebiet im Süden der Gemarkung kontrollierten die Mädchen und jungen dort über sechzig Nistkästen, um deren Belegung zu dokumentieren. Gemeinsam mit den beiden Jugendleitern Werner Glanzner und Stefanie Seitz öffneten sie gespannt die Türchen der Nisthilfen,

um zu sehen was sie dahinter erwartet Egal ob es Eier oder Jungvögel waren, alles wurde akribisch aufgeschrieben und an die beiden zuständigen Vorstandsmitglieder Armin Grimm und Günter Weickert weitergeleitet. Werner Glanzner und Stefanie Seitz informierten die Kinder unter anderem darüber, dass man an der Farbe der Eier erkennen kann, welcher Vogel sie gelegt hat, Am häufigsten waren die Nistkästen von Kohlmeisen, -Blaumeisen und dem Trauerschnäpper belegt. Zum Abschluss der Kontrolle gab es noch ein gemeinsames Spiel, das bei den Teilnehmenden für mächtig Spaß sorgte.

Bericht: Michael Volk,
Bilder: Jennifer Huß


Februar 2026:

Jugendgruppe hat im Schutzgebiet 60 Nistkästen gereinigt und kontrolliert.

Einhausen. Wenn der Winter sich dem Ende zuneigt und der Frühling ins Land zieht, steht für die Vögel auch die Brutzeit vor der Tür. Um den gefiederten Freunden die besten Rahmenbedingungen zur Eiablage zu bieten, wurden in einem Waldgebiet mehr als 60 Nistkästen aufgehängt. Dieses Gebiet wird fast ausschließlich vom Nachwuchs des Vogelschutz- und liebhabervereins, betreut. Diese meist selstangefertigten Nisthilfen von Ihnen, werden regelmäßig gereinigt und müssen kontrolliert werden.

So trafen sich unlängst 13 Mädchen und Jungen des Vogelschutzvereins, um mit Jugendleiter Werner Glanzner die Nisthilfen auf die anstehende Brutsaison vorzubereiten. Mit Regenkleidung und dem richtigen Werkzeug ausgestattet, gingen die Kinder begleitet von Eltern und Großeltern, von Nistkasten zu Nistkasten, um diese zu säubern. Man konnte den Mädchen und Jungen die Spannung ansehen, was sie wohl erwartete, wenn sie die Kästen öffneten.

Neben Nistmaterial kamen auch Eier, die nicht ausgebrütet wurden, zum Vorschein. Sehr traurig waren die Kinder, als sie einen toten Vogel fanden. Glanzner erklärte ihnen, dass es in der Natur eben nicht nur Leben, sondern auch Tod gebe. Nach der Brutsaison wird dann dokumentiert, welche Vogelarten in den Nistkästen brüteten und diese Informationen an die verantwortlichen Stellen weitergeleitet.

Bericht: Michael Volk,
Bilder: M.Volk/J.Huß


Januar 2026:

Von steinernen Ersatz-Igeln und Wäscheklammer-Kletten.

Wie die erwachsenen Vereinsmitglieder beschäftigt sich die Jugendgruppe des Vogelschutz- und -liebhabervereins Einhausen nicht nur mit Vögeln, sondern auch mit anderen Themen aus dem Bereich Natur. Einmal im Monat treffen sich die Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter zu verschiedenen Aktionen. Heute drehte sich alles um die Schafe auf der vereinseigenen Streuobstwiese. Dazu war Meike Federmann gekommen. Sie konnte den Kindern und Erwachsenen viel über ihre wollige Herde der Rasse "Gute Schafe" erzählen.

"Selbst ausprobieren fördert das Verständnis viel mehr als nur Zuhören", weiß Stefanie Seitz, eine der beiden Jugendleiterinnen des Vereins. Dafür hatte sie einiges an Material mitgebracht. Zunächst wurde den Kindern Klebeband um die Schuhe gelegt, mit der Klebefläche nach außen. Damit liefen alle kreuz und quer über die Wiese und sammelten dabei - wie die Hufe der Schafe - vieles an ihren Füßen auf. "So und mit ihrem Fell funktionieren Schafe also wie Taxis", erklärte sie. Das Wissen, dass sich Kletten gut im Fell anheften, wurde als Nächstes genutzt. Die Kinder mussten sich gegenseitig Kletten, in Form von Wäscheklammern, anheften. Mit viel Spaß wurden auch die Erwachsenen mit dem Ausruf "Du bist geklettet" mit den Klammern dekoriert.

Dass Wolle warmhält, zeigte die nächste Aktion. Hierzu wurden warme, steinerne "Ersatz-Igel" einmal in eine Handvoll Schafwolle gepackt und einmal auf einen Löffel gelegt. "Die echten Igel sind momentan im Winterschlaf", erklärte Seitz lachend, als die Kinder sich ein wenig über die gemalten Steine wunderten. Dann liefen sie wieder eine Weile über die Fläche. Sie achteten konzentriert darauf, dass ihre Igel nicht vom Löffel fallen. Anschließend wurde verglichen, welcher Igel die Temperatur besser gehalten hatte. "Die in der Schafwolle!" lautete das einstimmige Ergebnis.

So viel Bewegung macht hungrig. Daher hatte Jugendleiter Werner Glanzner, wie bei allen Aktionen des Vereins üblich, eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken vorbereitet. Dabei wurde sich über das Gelernte ausgetauscht.

Bericht und Bilder: Stefanie Seitz


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